Bin mal wieder in der Stadt gewesen - zum "Bauch messen", also bei einer der regelmässigen Kontrollen der Hebamme während der Schwangerschaft. Alles schien in Ordnung zu sein, ich hab' nur ziemlich viel zugenommen im letzten Monat. Dafür gab es kaum Extrakilos in den ersten 5 Monaten, also ist alles noch in Balance. Für mich selbst war es aber schwer in Balance zu stehen - die Schwangeren bewegen sich eh' etwas entenartig; jetzt war es aber auch die einzig mögliche Gangart für die anderen, denn die Strassen sind teilweise totale Eisrutschen. Am besten würde man gerade mit Schlittschuhen vorwärts kommen. Immerhin gibt es Mädels, die es versuchen, mit glatten Stiefelchen und hohen, stift-schmale Absätzen auf dem Eis zu stöckeln. Soll es wirklich sexy aussehen?
Aber zurück zum Thema! Also habe ich Euch verraten, dass ich schon etwas runder geworden bin und wenn alles gut klappt, wird unsere Familie Mitte Mai grösser werden. Ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, kann man ja mit dem Ultraschall nie 100 % sicher sagen, es sah aber diesmal mehr nach einem Jungen aus. Na, mal schau'n?! Markus träumt schon von der elektrischen Eisenbahn, geilen Baukonstruktionen und einer Carrera-Autorennbahn - also Sachen, mit denen die Papas gerne selbst spielen, so lange das Kind noch nicht alt genug ist. Lissi ist noch zu klein, um es zu verstehen, aber seitdem ich ihr gesagt habe, dass ich ein Baby im Bauch habe, streichelt sie ihn immer wieder und sagt "Baby, Baby". Manchmal halte ich ihre Hand an eine Stelle auf meinem Bauch, damit sie spürt, wie der Kleine da drinnen klopft und sich dreht. Sie schaut sich auch sehr gerne Babybilder in Büchern und Zeitschriften an und schaukelt ihre Puppe, was ja alles gute Hoffnungen macht, dass sie mit dem neuen Familienmitglied gut zurecht kommen könnte, aber sicher weiss man es nie. Wenn Markus mich z. B. in die Arme nimmt, drückt sie ihn zur Seite, um mich selbst zu umarmen. Im Frühling gibt es aber im Garten genug interessantes zu tun, so das man hoffentlich weniger Zeit für Eifersucht hat.
Was das alles aber für den Garten und das Feld bedeutet, mag ich noch nicht zu denken. Lissi, die auch im Sommer geboren ist, hat mich damals ganz schön an den Sessel gebunden und ich konnte beim Stillen nur aus dem Fenster beobachten, wie meine Mutti auf dem Feld schuftete. Das will ich ihr nicht noch einmal antun, aber ob es klappt, auch neben zwei kleinen Kindern Zeit und Kraft für die Arbeit zu finden, das werden wir sehen.
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